Einspruch gegen Steuerbescheid



Sie wolen einen Einspruch gegen einen Steuerbescheid vom Finanzamt einlegen oder einen Einkommensteuerbescheid auch nach Einspruchsfrist korrigieren? Ist das Finanzamt nicht der abgegebenen Erklärung nicht gefolgt und wurde eine höhere Steuer als erwartet festgesetzt, so muss dass nicht bedeuten, dass das Finanzamt im Recht ist und die Steuer in jedem Fall gezahlt werden muss.


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Egal ob nach abgebener Einkommensteuererklärung, Erbschaftsteuererklärung, Lohnsteuererklärung oder Umsatzsteuererklärung - es ist immmer wichtig, die darauf vom Finanzamt erlassenen Steuerbescheide genau zu prüfen, denn über 30% aller Steuerbescheide sind nach Expertenmeinungen falsch. Falls gemäß Steuerbescheid unberechtigterweise zuviel Steuern gezahlt werden soll, kann beim Finanzamt gegen den Steuerbescheid Einspruch eingelegt werden.


   

Wozu dient der Einspruch gegen einen Steuerbescheid?

Steuerbescheide vom Finanzamt müssen nicht immer korrekt sein. So kann es etwa passieren, dass vom Steuerpflichtigen vergessen wurde, bestimmte Kosten, wie Anwaltskosten oder Notarkosten geltend zu machen und das Finanzamt bereits einen Steuerbescheid erlassen hat. Mit dem Einspruch besteht die Möglichkeit, solch fehlerhafte Steuerbescheide vom Finanzamt korrigieren zu lassen.

Auch wenn ein vom Finanzamt erlassener Einkommensteuerbescheid bzw. sonstiger Steuerbescheid von den erklärten Einkünften aus anderern Gründen abweicht bzw. unrichtig ist, können Sie beim Finanzamt einen Einspruch einlegen oder etwa einen Antrag auf schlichte Änderung stellen. Für den Einspruch oder Änderungsantrag ist auf jeden Fall darauf zu achten, diesen fristgerecht einzulegen. Denn ist der Steuerbescheid nach Verstreichen der Frist bestandskräftig geworden, kann der Bescheid oftmals nicht mehr geändert werden, auch wenn der Bescheid unrichtig ist.

Bitte beachten Sie, dass es oftmals Sinn macht, gleichzeitig Aussetzung der Vollziehung zu beantragen, falls Sie die festgesetzte Steuer entsprechend des Einspruches nicht in voller Höhe zahlen wollen. Fragen Sie hierzu am besten einen Steuerexperten oder informieren Sie sich gegebenenfalls im Internet. Auch finden Sie in vielen gängigen Steuerprogrammen mittlerweile Muster für Einsprüche, die Ihnen weiterhelfen können.


   

Bis wann muss ein Einspruch gegen einen Steuerbescheid eingelegt werden?

Die Einspruchsfrist beträgt grundsätzlich einen Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheides. Die Frist können Sie auch der Rechtsbehelfsbelehrung des Steuerbescheides entnehmen.

Beachten Sie hierbei, dass bei einem zulässigen Einspruch der Sachverhalt in vollem Umfang in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht vom Finanzamt erneut zu überprüfen ist. Es kann also passieren, dass das Finanzamt den Einspruch nicht nur als unbegründet zurückweist, sondern darüber hinaus den angefochtenen Steuerbescheid auch noch zum Nachteil des Steuerpflichtigen ändern möchte. Wie diese so genannte Verböserung verhindert werden kann und über Alternativen zum Einspruch - wie den Antrag auf schlichte Änderung, kann Sie z.B. ein Steuerberater informieren.

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Änderung von Steuerbescheiden nach Einspruchsfrist

Oft kann es bei Abgabe der Steuererklärung passieren, dass die Angabe von Finanzierungskosten wie Kreditzinsen, Bearbeitungsgebühren oder auch die AfA in der Steuererklärung vergessen wurden. Wenn dann auf den hierauf erlassenen Einkommensteuerbescheid kein Einspruch eingelegt wurde und dieser bestandskräftig geworden ist, ist es oft sehr schwer für den Steuerpflichtigen den entsprechenden Bescheid noch ändern zu lassen. In diesen Fällen kann es vorkommen, dass Steuerpflichtige die Auskunft des Finanzamtes erhalten, der Steuerbescheid sei schon bestandskräftig und könne daher nicht mehr korrigiert werden, auch wenn dieser offensichtlich rechtwidrig war. Häufig tritt dieser Fall ein, wenn der Steuerbescheid nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung steht und deswegen ein einfacher Änderungsanmtrag ausgeschlossen ist.

Aber auch wenn Sie etwa vergessen haben, Ausgaben in einer EÜR, Werbungskosten oder Haushaltsnahe Dienstleistungen in der Steuererklärung geltend zu machen und die betreffenden Steuerbescheide bereits bestandskräftig sind, da die Einspruchsfrist schon abgelaufen ist bzw. der Bescheid nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung steht, gibt es unter Umständen trotzdem Möglichkeiten, den Bescheid noch zu ändern. An dieser Stelle sei in diesem Zusammenhang etwa verwiesen auf den Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand oder Änderungen wegen neuer Tatsachen oder Beweismittel und weitere Änderungsvorschriften. Wenden Sie sich diesbezüglich am besten an einen Vertreter der steuerberatenden Berufe.    

Expertenhilfe für den Einspruch gegen den Steuerbescheid in einer Steuerkanzlei

Ein Steuerberater kann für Sie überprüfen, ob Einkommensteuerbescheide bzw. andere Steuerbescheide der vergangenen Jahre noch zu ändern sind und kann für Sie Änderungsanträge beim Finanzamt stellen bzw. für den Steuerpflichtigen gegenüber dem Finanzamt entsprechend argumentieren.

Für eine Überprüfung des Sachverhaltes werden dafür z.B. Kopien der Einkommensteuerbescheide der betreffenden Jahre, eine kurze Schilderung des Sachverhaltes und eine unterschriebene Vollmacht benötigt, damit eine Vertretung gegenüber dem Finanzamt erfolgen darf. Der Steuerberater beantragt dann für Sie gegebenenfalls eine Korrektur der betreffenden Steuerbescheide und vertritt Sie gegenüber dem Finanzamt oder gegebenenfalls vor dem Finanzgericht.    

Welche Steuerberatergebühren werden für einen Einspruch berechnet?

Bitte beachten Sie, dass nach der Steuerberatergebührenordnung grundsätzlich keine kostenlosen Auskünfte erteilt werden dürfen. Die Kosten im Einspruchsverfahren hängen zum einen von der Schwierigkeit und dem Umfang des Falles ab und zum anderen von dem Gegenstandswert. Der Steuerberater kann zuerst überprüfen, ob der Steuerbescheid korrekt ist bzw. ob im anderen Fall eine Möglichkeit besteht, den Steuerbescheid noch zu ändern. Die Steuerberaterkosten für die Überprüfung des Steuerbescheides richten sich nach dem Zeitaufwand und sind in § 28 StBGebV und § 13 StBGebV geregelt. Informationen zu den Gebühren für die Einlegung des Einspruchs sind dagegen in § 40 StBGebV zu finden. Nähere Informationen zu den Kosten nach der Steuerberatergebührenverordnung finden Sie auf der Seite Steuerberater-Kosten.info.    

   



Einspruch-Steuerbescheid-Haftung

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1. Wozu dient der Einspruch gegen einen Steuerbescheid?
2. Bis wann muss ein Einspruch gegen einen Steuerbescheid eingelegt werden?
3. Änderung von Steuerbescheiden nach Einspruchsfrist
4. Expertenhilfe für den Einspruch gegen den Steuerbescheid in einer Steuerkanzlei
5. Welche Steuerberatergebühren werden für einen Einspruch berechnet?